Diese Brosche stammt aus dem Besitz des letzten chinesischen Kaisers Puyi und wurde nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen Japan aus seinem Depot in Tianjin beschlagnahmt. Puyi war stark vom britischen Erzieher Reginald Johnston beeinflusst und übernahm einen westlich geprägten Lebensstil, bevorzugte westliche Kleidung und erwarb auch dementsprechende Accessoires. Diese Brosche könnte eines der Accessoires gewesen sein, die Pu Yi zu einem seiner Anzüge trug. Obwohl das Schmuckstück im Stil westlicher Mode gehalten ist, zeigt die Gestaltung eine deutlich chinesische Ästhetik: Die Brosche zeigt einen aus grünem Jadeit geschnitzten Kürbis – ein traditionelles chinesisches Glückssymbol. Aufgrund der lautlichen Nähe im Chinesischen steht der Kürbis sinnbildlich für „Glück und Wohlstand“. Die Brosche ist somit ein typisches Produkt kultureller Verschmelzung von China und dem Westen.
翠雕葫芦镶金别针
Brosche in Kürbisform, aus Jade geschnitzt mit
Goldfassung
Gesamthöhe: 6,7 cm, Breite: 3,5 cm
Jadeit, Gold