Zwei erhabene runde Medaillons, auf denen jeweils das Brustbild einer westlichen Schönheit abgebildet ist, zieren den Körper dieses achteckigen Schnupftabakfläschchens. Am Boden befindet sich die Marke: „Hergestellt in der Qianlong-Periode“. Die Kunst der Emaillemalerei entstand Mitte des 15. Jahrhunderts in Europa und wurde Ende des 17. Jahrhunderts über Guangzhou nach China eingeführt. Am Ende der Regierungsperiode Kangxi beherrschten die kaiserlichen Werkstätten diese neue Kunst und erweiterten die Technik der Emaillemalerei auf Kupfer hin zur Technik der Emaillemalerei auf Glas. Aufgrund der ähnlichen Schmelzpunkte von Glas und Emaille stellte das Brennen von bemalter Emaille auf Glaskörpern eine besondere Herausforderung dar, sodass nur wenige alte Exemplare erhalten geblieben sind und unter diesen erhaltenen Exemplaren befinden sich hauptsächlich Schnupftabakfläschchen. Die Kunst der Qing-zeitlichen Emaillemalerei erreichte in der Regierungsperiode Qianlong ihren Höhepunkt. Westliche Landschaften und westliche Figuren wurden zu jener Zeit häufig in den Dekor eingebunden. Selbige sind äußerst realistisch und ausgeprägt dreidimensional dargestellt und lassen somit eindeutig westlichen Einfluss und europäische Malvorlagen erkennen.
乾隆款玻璃胎画珐琅西洋仕女图八方鼻烟壶
Achteckiges Schnupftabakfläschchen mit westlichen Frauenporträts, Emaillefarben auf Glas, Marke: Qianlong
Gesamthöhe: 4,8 cm, Breite: 3,6 cm, Stärke: 2,5 cm, Mündungsdurchmesser: 1,2 cm
Glas, Emaille